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Eröffnung Bärenpark steht fest und wird gleich doppelt gefeiert

Bauphase in vollem Gang/ Helfer stets willkommen. Nach vorsichtigem Herantasten und Abwägen von Terminen steht die Eröffnung nun fest:

Am 4. und 5. September wird der Alternative Wolf- und Bärenpark Schwarzwald eröffnet. Damit fallen für die Besucher zwei Feste auf ein Wochenende. Denn zum 6. Mal veranstaltet der Förderverein das Bärenparkfest, welches Helfer, Freunde und Sponsoren zum unbeschwerten Feiern zusammenführt.

Doch bis dahin ist noch jede Menge zu tun. Viele ehrenamtliche Helfer haben sich mit den ersten Sonnenstrahlen im Park eingefunden und arbeiten mit vereinten Kräften an dem Aufbau. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Nach nur zwei Wochen sind für die gesamte Nordseite des Parks Löcher für die Zaunanlage gebohrt und die Hälfte wurde schon mit Pfosten bestückt. Die Kräfte dieser Helfer bündeln sich jeden Samstag bei Arbeitseinsätzen, bei denen bis zu 20 Freiwillige kräftig mit anpacken. Mittendrin findet sich auch Rüdiger Schmiedel, Geschäftsführer der Stiftung für Bären. Er genießt den körperlichen Ausgleich zu den bürokratischen und theoretischen Ausarbeitungen, die sich üblicherweise auf seinem Schreibtisch finden. Angst, sich dabei die Finger schmutzig zu machen, hat er keine. „ Man kann nur ein Gespür dafür entwickeln, was für fantastische Arbeit hier von Ehrenamtlichen geleistet wird, wenn man selber mit anfasst“, so Schmiedel. Das Engagement zu unterstützen und hervorzuheben ist eines seiner dringlichsten Anliegen. Im letzten Jahr sind laut Angaben des Fördervereins über 4000 ehrenamtliche Arbeitsstunden mit einem Gegenwert von 115 000 Euro zusammengekommen. „Dieser Einsatz ist mehr als Gold wert“, berichtet Schmiedel voller Begeisterung weiter.

Trotz dieses Engagements ist noch jede Menge zu tun und deshalb freut sich das Team vom Bärenpark stets über jeden Helfer, der sich mit einbringen möchte. Gerade unter der Woche wird verstärkt nach Freiwilligen gesucht, damit die Arbeiten in einem steten Tempo weitergeführt werden können. Dabei kommt es keineswegs nur darauf an, volle körperliche Leistungsfähigkeit oder handwerkliches Geschick mitzubringen. Es gibt auch viele kleine Arbeiten, die aber genauso wichtig sind wie solche, die einen hohen körperlichen Einsatz erfordern.

Interessenten können sich unter aluerssen@baer.de oder 0160/7656216 an die Projektleiterin Annika Lürßen wenden.

 

Brunos Mutter "Jurka" kommt nach Bad Rippoldsau-Schabpach

Der zweijährige “Problembär“ Bruno hatte 2005 in Bayern keine Chance und wurde abgeschossen, weil er den Menschen zu

nahe kam, seine Mutter „Jurka“ wird im Herbst dieses Jahres nach Baden-Württemberg umgesiedelt, um ihr Leben in Frieden und größtmöglicher Freiheit zu leben.

Sie wird als eine der ersten Tiere im Alternativen Wolf und Bärenpark Schwarzwald in Bad Rippoldsau-Schapbach in einem sieben Hektar großen Natur belassenen  Freigelände aufgenommen.

 

Darüber informieren Geschäftsführer Rüdiger Schmiedel und Projektleiterin Annika Lürßen von der Stiftung für Bären, die einen ähnlichen Park seit 14 Jahren im thüringischen Worbis unterhält und derzeit den Alternativen Park im Schwarzwald aufbaut.

 

Jurka, die 14 jährige Bärin, hat bereits viele Schlagzeilen gemacht. Als wildlebendes Tier von Slowenien in die italienische Provinz Trentino umgesiedelt, wurde sie von einem Hotelier mit Futter angelockt, der seinen Gästen ein Fotomotiv bieten wollte. Die Bärin legte ihre natürliche Scheu vor Menschen ab und gab das Wissen von der Futterbeschaffung in der Nähe menschlicher Siedlungen an ihre Jungtiere weiter. Das wurde „Bruno“  schließlich zum Verhängnis. Auch Jurka wurde eingefangen und in ein winziges Gehege gesperrt. Dort wurde sie unfreiwillig zum Publikumsliebling von Bürgern und Medien. In über 20 000 Unterschriften, wurde Jurkas Freiheit gefordert. Die Tierschutzorganisation  No alla Caccia setzte sich für Jurka ein. Sie fand inzwischen ein größeres aber nach wie vor nicht bärengerechtes Domizil. Inzwischen haben die engagierten Bärenfreunde in Italien mit Genugtuung erfahren, dass es „Jurka“ im Schwarzwald besser gehen soll, berichtet Marcello Dell’ Eva, Präsident der Tierschutzvereinigung.

 

Bad Rippoldsau-Schapbach ist eine 2264 Einwohner zählende Gemeinde im Landkreis Freudenstadt, deren Gemeindeflur zu 98 Prozent mit Wald bedeckt ist. „Hier im Tal des Flüsschens Wolf lebten noch vor 150 Jahren Bär, Wolf und Luchs“, so Bürgermeister Bernhard Waidele. Unterstützt vom Land Baden-Württemberg

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