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Neujahrsempfang der Gemeinde

Artikel vom 09.01.2020

Es war ein besonderer Montagabend für Johannes Georg Furtwängler, Rudi Franz und Erich Bächle. Die drei Bad Rippoldsau-Schapbacher bekamen im Rahmen des Neujahrsempfangs in der Festhalle die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg überreicht.

Nach vier Jahren Pause hat die Gemeinde Bad Rippolds­au-Schapbach wieder zu einem Neujahrsempfang eingeladen – verbunden mit einer Ehrung, die „nicht alltäglich, nicht alljährlich ist“, so Bürgermeister Bernhard Waidele. Im Mittelpunkt standen am Montag in der Festhalle dabei drei engagierte Bürger: Johannes Georg Furtwängler, Rudi Franz und Erich Bächle. „Drei Männer, die alle dasselbe machen“, so Waidele und nennt als „ausschlaggebende Komponenten“ Archiv, Historie und Vereinsarbeit. 

Viele Dinge seien ohne Ehrenamt nicht möglich. Spuren in der Gemeinde haben dabei vor allem Furtwängler, Franz und Bächle hinterlassen. Für ihr außergewöhnliches Engagement erhielten sie am Montag die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg (siehe Info), angesteckt von Kultusministerin Susanne ­Eisenmann. Waidele überreichte den Geehrten zudem die goldene Ehrennadel der Gemeinde und ein Glaswappen.

In seinen Laudationes ging Waidele auf die „wertvolle Arbeit der drei Männer“ ein. Seit 1976 engagiert sich Johannes Georg Furtwängler für die Schwarzwaldvereins-Ortsgruppe Schapbach. Unter anderem war er als Schriftführer 23 Jahre im Vorstandsteam tätig. Er erstellte 1993 eine komplett neue Wanderkarte – ein laut Waidele wichtiger Grundstein für den Tourismus. Zahlreiche ehrenamtliche Stunden steckte er auch in die Otmarhütte. Darüber hinaus beteiligte er sich 1997 intensiv an der 775-Jahrfeier des Ortsteils Schapbach. Seit 1981 ist er Vorsitzender des historischen Vereins. Zahlreiche Stammbäume hat er mit großem Rechercheaufwand erstellt. 

Schwarzwalverein und Archivarbeit

Das Engagement in der Schwarzwaldvereins-Ortsgruppe verbindet Furtwängler mit Rudi Franz, der sich seit Jahrzehnten für die Bad Rippoldsauer Ortsgruppe einsetzt. Er überarbeitet Wanderkarten, plant und koordiniert die Wegebeschilderungen und pflegt auch heute noch unter anderem Wiesen mit seinen Orchideen oder hilft bei der Krötenwanderung. Auch er war jahrelang im Vorstandsteam tätig, unter anderem als Schriftführer. Laut Waidele leistet Franz darüber hinaus wertvolle Archivarbeit für den Ortsteil Bad Rippoldsau: „Er weiß zu allem ebbis“, betonte Waidele. Einmal  wöchentlich ist er im Pflegeheim und macht dort mit den Bewohnern Ausflüge. 

Wertvolle Archivarbeit für die Gemeinde leistet auch Erich Bächle. Unter anderem arbeitete er von 1984 bis 1989 maßgeblich an der Erstellung der Orts­chronik von Schapbach mit. In zahlreichen Vereinen war er aktiv und ist dort auch heute noch engagiert. „Eine Liste, die wirklich selten in den Funktionen ist“, sagte Waidele. So war er Kassierer in der Kolpingsfamilie und im kirchlichen Bauförderverein St. Cyriak, wo er auch zu den Gründungsmitgliedern 2003 zählt. Jahrzehntelang setzte er sich als Pfarrgemeinderat für die Gemeinde ein, 25 Jahre war er dort Vorsitzender. Vorsitzender war er auch 15 Jahre im Kirchenchor, wo er seit 63 Jahren Mitglied ist. 

„Sie leben Ehrenamt“

Susanne Eisenmann dankte den Geehrten für ihr Engagement. „Es ist wertvoll, was Sie in der Gemeinde als Basis haben: Sie leben Ehrenamt“, betonte sie in ihrer Rede (siehe Stichwort). Bürgerschaftliches Engagement sei so wichtig: „Ohne das Engagement ist unsere Gesellschaft viel weniger wert.“ Sie sprach in ihrer Rede von Herausforderungen der heutigen Zeit: „Es geht nur miteinander nicht gegeneinander. “  

5 Wolftäler Handwerker geehrt

Neben den Verleihungen der Landesehrennadel und der Gastrede von Kultusministerin Susanne Eisenmann standen beim Neujahrsempfang zahlreiche Ehrungen an. Ein besonderer Dank galt dabei den Wolftäler Handwerkern und den Blumenpaten.

Bürgermeister Bernhard Waidele nutzte den Neujahrsempfang in der Festhalle, um „Danke“ zu sagen und zahlreiche engagierte Bürger zu ehren. Allen voran die Handwerker: „Ein Handwerker ist heute mehr denn je Dienstleister geworden“, betonte Waidele. Fünf Bad Rippolds­au-Schapbacher Handwerker hob er dabei besonders hervor: Elektroniker Steffen Maier, der seine Gesellenprüfung 2018 mit der Note 1,1 abschloss, Zimmerer-Meister Patrick Herrmann, der als Jahrgangsbester 2017 seine Meisterpüfung ablegte, KFZ-Mechaniker-Meister Dominik Maier, der 2017 das Autohaus Schmid in Schapbach übernommen hat, Zimmerer-Meister Markus Armbruster, der einen steinigen Weg vor sich hatte, um seine Betriebsstätte in Schapbach bauen zu können, sowie Maurermeister Dirk Armbruster, der am 2. Januar in achter Generation den elterlichen Betrieb im Oberen Wolftal übernommen hat.

Waidele dankte beim Neujahrsempfang auch den zahlreichen Blumenpaten, die sowohl Schapbach als auch Bad Rippoldsau zum Blühen bringen. 

Abbrucharbeiten im Bad

2019 ist die Einwohnerzahl in Bad Rippoldsau-Schapbach um 19 Personen gestiegen, führte Waidele aus. Er gab auch einen kurzen Ausblick auf Themen, die die Gemeinde in naher Zukunft beschäftigen werden. Ein großes Thema ist das Waldfreibad, wo inzwischen ehrenamtliche Helfer mit den Abbrucharbeiten der Sanitäranlagen begonnen haben.  

Gegen 21 Uhr war die rund dreistündige Feier in der Festhalle beendet. Die musikalische Umrahmung übernahm der Musikverein „Harmonie“. Unter den Gästen waren unter anderem auch Freudenstadts Bürgermeisterin Stephanie Hentschel, CDU-Landtagsabgeordneter Norbert Beck, Altbürgermeister Felix Weller sowie Vertreter aus Oberwolfach.